Skoliosebehandlung nach Lehnert-Schroth
Skoliosepatienten mit kleineren Krümmungen werden meist krankengymnastisch behandelt. Bei Befundverschlechterungen wirkt häufig eine stationäre Rehabilitation unter intensiven Bedingungen am günstigsten.
Die Behandlung ist zunächst konservativ und abhängig vom Ausmaß der Skoliose. Die Festlegung des Schweregrades erfolgt bei leichten Skoliosen im Rahmen der orthopädischen Untersuchung, sonst durch Bestimmung des Skoliosewinkels im Röntgenbild. Bei einem therapiebedürftigen Skoliosewinkel bis 20 Grad sollte eine intensive Krankengymnastik zur Kräftigung der Rumpfmuskulatur und Dehnung der verkürzten Rückenmuskulatur durchgeführt werden.
Bei Winkelgraden zwischen 20 und 40 Grad sollte zusätzlich ein korrigierendes Korsett getragen werden. Bei Deformitäten über 40-45 Grad ist oft eine aufrichtende und versteifende Wirbelsäulen-Operation angezeigt. Dies sollte gegen Ende des Wachstumsalters erfolgen.
Bei Erwachsenen ist nicht mehr mit einer Verbesserung der Skoliose zu rechnen, daher sollte hier bei entsprechendem Ausmaß der Skoliose mit subj. Beschwerden eine operative Korrektur erfolgen. Gegen Freizeitsport ist bei allen leichten und mittelschweren Skoliosen nichts einzuwenden, vor Aufnahme eines Leistungssportes sollte allerdings eine orthopädische Untersuchung erfolgen.
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